Baugruppen

Komplett-Service von der Analyse bis zur Fertigung.

Verbindungstechnologien

Ihre Anforderung ist unsere Herausforderung. Durch eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Verfahren zur Verbindung von Stanzteilen und Stanzbiegeteilen bieten wir Ihnen für Ihr Produkt die optimale Verbindungslösung. Unsere Verbindungstechnologien in der Stanzbiegetechnik reichen von Clinchen, Vernieten und Laserschweißen über den Bau automatischer Montageanlagen bis zu weiteren Verbindungsverfahren.

Die wichtigsten Verbindungstechnologien in der Stanzbiegetechnik im Überblick:

Als Clinchen bezeichnet man das Druckfügen (Toxen) bzw. das Einhängen von Stanzgeometrien. Diese kostengünstige Fügetechnologie erzeugt eine unlösbare Verbindung beim Toxen bzw. eine schwer lösbare Verbindung von mindestens zwei Elementen mit beidseitiger Zugänglichkeit der Fügestelle ohne Hilfsteile (Niet etc.).

Die form- und kraftschlüssige Verbindung kann durch zusätzliches Verprägen auch einen Stoffschluss aufweisen.

Ein halb- und vollautomatischer Einsatz der Clinchtechnik (Fügetechnik) von Blechteilen mit hoher Dauerfestigkeit sowie die Verbindungen von Blechen mit anderen umformbaren Werkstoffen, wie z.B. Kunststoff, sind möglich.

Eine kostengünstige, einfache Methode, zwei Werkstücke miteinander zu verbinden ist das Verstemmen. Durch eine plastische Verformung entsteht eine kraft- und formschlüssige Verbindung.

Zum Verstemmen eignen sich alle Materialien, die sich plastisch verformen lassen, wie z.B. Kunststoffe und Metalle. Durch diese Eigenschaften können auch unterschiedliche Werkstoffe miteinander verbunden werden.

Eberle setzt das Pressnieten, das Taumelnieten und das Radialpunktnieten als Verbindungstechnologie ein. Die Nietprozesse werden je nach Anforderung mit Kraft-Weg-Aufnahmen und/oder Konturscans überwacht.

Pressnieten

Pressnieten ist ein Verfahren zum plastischen Umformen von Voll-, Halbhohl- oder Hohlnieten durch eine einzige axiale Zustellbewegung in einem Arbeitsgang. Auf der gegen-überliegenden Seite des Nietstempels ist ein Nietamboss bzw. ein Gegenhalter erforderlich, der die Presskraft des Stempels aufnimmt.

Taumelnieten

Taumelnieten ist ein Kaltumformverfahren, bei dem die Umformkraft nur auf eine Teilfläche des Werkstückes wirkt. Das Nietstempelende läuft auf einer kreisförmigen Bahn und gibt dadurch die axiale Verstemmbewegung auf einen rotationssymmetrischen Niet/Bolzen. Dadurch lässt sich mit relativ geringem Kraftaufwand eine große plastische Verformung verwirklichen.

Radialpunktnieten

Beim Radialpunktnieten läuft das Nietstempelende auf einer hypozykloiden, rosettenförmigen Schleifenbahn. Die Verformung des Nietes erfolgt punktförmig, dabei wird das Material von der Nietmitte nach außen gewalkt. Diese Nietverbindung weist eine sehr gute sowohl statische als auch dynamische Belastbarkeit auf. Das Radialpunktnieten eignet sich durch relativ geringe Umformkräfte am Nietkopf zur Herstellung von sehr präzisen Nietverbindungen mit geringen Schulterbreiten. Diese geringen Schulterbreiten erlauben einen großen Vernietungsquerschnitt mit guter Festigkeit und kleinen Lagerdurchmessern mit geringem Reibmoment. Eine nahezu spielfreie Auslegung der Lagerstelle ist durch die vernachlässigbare Deformation des Niets am Lagerdurchmesser sehr gut möglich.

Im Gegensatz zum Pressnieten oder auch zum Taumelnieten findet am Nietkopf so gut wie keine Gefügeveränderung oder Verfestigung statt.

Je nach Kundenbedarf können am Stanzbiegeautomaten gefertigte oder dem Stanzbiegeautomaten zugeführte Komponenten kraft- oder formschlüssig miteinander verbunden werden. Zur Sicherstellung der Qualität wird der Montagevorgang vollautomatisch mit kontinuierlicher Prozessüberwachung durchgeführt. Die Überwachung des Montagevorgangs durch Kraft-Weg-Sensoren bzw. mit Kameratechnik garantiert eine sehr hohe Qualität der gefügten Teile.

Wir verarbeiten Teile aus Aluminium, Buntmetalle, weiche und vergütbare Stähle sowie alle gängigen Edelstahlqualitäten. Eingepresst werden auf unseren vollautomatischen Montageanlagen Kugellager in Lageraufnahmen, Kunststoffteile auf Polgehäuse, Gummis zur Schwingungsdämpfung auf Befestigungshülsen, sowie Stahlelemente in Hülsen oder Buchsen. Denkbar sind aber auch beliebige weitere Kombinationen.

Laserwärmeleitschweißen von 0,09 mm - 0,4 mm und Lasertiefschweißen bis Materialdicken von 3 mm werden mit den entsprechenden Laserleistungen bis 3 kW bei Eberle seit Jahren in großer Breite durchgeführt. In den voll automatisierten Prozessen legen wir besonderes Augenmerk auf die Nahtvorbereitung, Schutzgaszuführung, Schweißspritzervermeidung bzw. Schweißspritzerminimierung sowie der Teilepositionierung.

Je nach Bauteilanforderung werden programmierbare Fokussiereinheiten, Bearbeitungsoptiken oder Optiken mit automatischer Nahterkennung eingesetzt. Dabei werden selbst entwickelte oder zugekaufte Montageeinheiten wie z.B. Stanzbiege-Automaten verwendet.

Wir verschweißen auf unseren Anlagen Aluminium, weiche Stähle und auch Edelstähle. Für die Zuführung und Verschweißung von Platten, Pins und Hülsen wurden teilespezifische Lösungen erarbeitet, die uns zum Spezialisten auf diesem Gebiet machen. Millionenfach gefertigte Komponenten im Bereich der Einspritzanlagen haben gezeigt, dass wir dadurch höchste Anforderungen an eine fehlerfreie Bauteilqualität erreichen.

Durch das Widerstandsschweißen können elektrisch leitfähige Werkstoffe ohne Zusatzwerkstoff miteinander verbunden werden. Zwei gegenüberliegende Elektroden leiten kurzzeitig große Ströme durch die zu verbindenden Bauteile. Der Übergangswiderstand an der Kontaktzone führt zu einer Erwärmung, welche den Widerstand weiter erhöht. Dies führt schließlich zum Aufschmelzen der Kontaktzone und zum Verschweißen der Bauteile.

Die Stromquelle kann sowohl Gleichstrom (DC) als auch Wechselstrom (AC) oder die Entladung eines Kondensators (CD) sein.

Speziell beim Kondensator-Impulsschweißen lassen sich sehr große Ströme (über 500 kA) bei sehr kurzen Einwirkzeiten erreichen. Dadurch kommt es zu einem sehr geringen Wärmeeintrag und somit auch zu wenig Verzug. Beim Widerstandsschweißen mit Gleich- oder Wechselstrom regelt ein Transformator den Schweißstrom.

Die kleine Kontaktzone wird beim Punkt- und Rollennahtschweißen durch die Elektrodenform erzeugt.

Beim Buckelschweißen wird die Stromkonzentration an der Schweißstelle durch ein Einprägen von Schweißbuckeln an den Bauteile erreicht.

Eberle ist in der Lage, mit dieser Technologie Teile aus unterschiedlichen Materialien und mit unterschiedlicher Dicke in hochproduktiven automatisierten Anlagen nahezu verzugsfrei zu verbinden.